Letzten Samstag, den 23. Juli, fand das Finale unseres Improvisationswettbewerbs in der Grote of St. Bavo Church statt. Der Abend brachte jedoch keinen Sieger hervor. Die Jury unter Vorsitz des deutschen Organisten und Improvisators Ansgar Wallenhorst gab an, dass sie sich mehr Innovation, Kreativität und Originalität erwarte. Um nicht nur dem Haarlemer Improvisationswettbewerb, sondern auch der Improvisationskunst im Allgemeinen einen Qualitätsschub zu verleihen, hat sie sich gestern dazu entschieden, keinen Preis zu verleihen.

Seit 1951 ist der Improvisationswettbewerb das Herzstück des Internationalen Orgelfestivals Haarlem, das alle zwei Jahre in Haarlem stattfindet und Besucher aus aller Welt anzieht. Letzte Woche teilten acht junge Musiker ihre Leidenschaft für die Orgel mit Kollegen und der Öffentlichkeit. Die Organisten Sebastian Benetello (D), Marcel Eliasch (D), Niklas Jahn (D), Cyril Julien (CH) und Evan Bogerd (NL) schieden nach zwei Improvisationsrunden aus. Die Organisten Harmen Trimp (NL), David Kiefer (D) und Wouter van der Wilt (NL) waren gestern Abend die drei Finalisten. Sie wurden angewiesen, zwei Improvisationen zu spielen, eine auf einem neu komponierten Thema von Thomas Lacôte und eine freie Improvisation als Begleitung zu drei etwa hundert Jahre alten Stummfilmen.

Die internationale Jury, bestehend aus Zuzana Ferjenčíková (SLO/A), Vincent Thévenaz (CH), Dominik Susteck (D), Martijn Padding (NL), Gerben Mourik (NL) und dem Vorsitz von Ansgar Wallenhorst (D), hat keine Entscheidung getroffen Sieger raus. Ihrer Meinung nach mangelte es den Organisten an neuen und experimentellen Improvisationstechniken. Die Öffentlichkeit konnte jedoch abstimmen und der Publikumspreis (1000 Euro) ging an den Niederländer Harmen Trimp.

Insbesondere Innovation und Innovation stehen im Mittelpunkt der Mission des Festivals. Mit jeder neuen Ausgabe erwartet die Jury neue Spieltechniken, anregende Improvisationsexperimente und inspirierende Klangwelten. Nach Ansicht der Jury blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück.

Auf Nachfrage erklärte Juryvorsitzender Ansgar Wallenhorst:

„Haarlem war schon immer der Ort, an dem die Improvisationskunst die beste der Welt ist. Jeder Organist blickt zu diesem Fest auf. Es ist ein Ort der Erfindung, Originalität und Kreativität. Aufgrund der Pandemie fehlten den Organisten die Routine von Konzerten, Kooperationen und der Interaktion mit dem Publikum. Wir glauben, dass dies einer der Gründe dafür ist, dass den Improvisationsdarbietungen der Teilnehmer des Internationalen Orgelfestivals Haarlem das herausragende Improvisationsniveau fehlte, für das Haarlem bekannt ist: Sie überraschten das Publikum mit neuen Routen, experimentellen Techniken und einzigartigen Improvisationen, die man noch nie zuvor gehört hatte.

Als Jury fühlen wir uns dafür verantwortlich, das hohe Niveau des Haarlem Improvisationswettbewerbs auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, und haben beschlossen, den Preis nicht an einen der Finalisten zu vergeben. Wir empfehlen dem Vorstand des International Festival Haarlem jedoch, das Preisgeld als Investition zu verwenden für junge Talente in der Orgelimprovisation. Als Jury fühlen wir uns dem Festival stark verbunden und setzen uns dafür ein, diese jungen Talente auf ihrem Weg zur Exzellenz auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen.“

Der Vorstand des Internationalen Orgelfestivals wird die oben genannten Ratschläge berücksichtigen und später in diesem Jahr weitere Neuigkeiten über den Zweck des Preisgeldes bekannt geben.

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